Facebook-Journalismus

Die Süddeutsche Zeitung ist für ihre Seriosität und Relevanz in der deutschen Medienbranche bekannt. Einmal wöchentlich erscheint als Beilage das Süddeutsche Zeitung Magazin, welches mit den Reportagen eine andere Seite der Süddeutschen Zeitung zeigt. Beim Besuch des Verlagshauses der Süddeutschen Zeitung zeigten un die Online- und Social Media Redakteure Marc Baumann und Wolfgang Luef, die uns neben den gedruckten Formen, die Süddeutsche Zeitung und Magazin, eine andere, neue Form des Journalismus zeigten, kennen.

FB SZ

Fast jeder von uns benutzt heute Facebook. Jeder Selbständige, um auf seine Firma aufmerksam zu machen, Student um Kontakt mit Menschen zu halten, Eltern und Arbeitgeber und so weiter. Fast keiner kann sich nun den sozialen Netzwerken im Internet zurückhalten.

„Facebook ist ein ganz eigener Journalismus“, sagen sogar die Online- und Social Media Redakteure des Süddeutschen Zeitung Magazins.

Nicht nur Privatpersonen nutzen diese Plattform um sich zu präsentieren, sondern auch große Medienunternehmen wie Spiegel Online, BILD und natürlich das Magazin der Süddeutschen Zeitung.

Hier werden nicht nur die Artikel aus dem Süddeutschen Zeitung Magazin veröffentlicht, sondern spezielle Beiträge für Facebook entwickelt. So schafften unter anderem Marc Baumann und Wolfgang Luef, Online- und Social Media Redakteure des Süddeutschen Zeitung Magazins, innerhalb seit 2009 über 300 000 Likes und erreichten somit durch Facebook eine höhere Reichweite.

Auch bei diesem Journalismus muss man auf einiges achten. Dazu gehört die richtige Sprache, die das gewünschte Publikum erreicht, kurze und schnelle Beiträge verfassen, die auch Humor beinhalten sollen.

Für Journalisten reicht es also nicht mehr nur Artikel in Zeitungen, Magazinen, Blogs oder auf Internetseiten zu veröffentlichen. Auch der richtige Umgang mit Facebook, Twitter, Instagram und anderen Sozialen Netzwerken ist junge Medienmacher genauso wichtig.

Gemeinsames Basteln für den Weltfrieden

Do it yourself in der letzten Ausgabe der DELI Zeitschrift

Do it yourself in der letzten Ausgabe der DELI Zeitschrift

DIYs oder auch Do it yourselves sind Anleitungen wie man zum Beispiel selber einen hübschen Schrank baut, ein Blumenkranz bastelt, aktuell Adventskalender macht oder auch stricken lernt. Diese werden in Videos auf YouTube oder aber auch in Zeitschriften wie Flow oder Deli veröffentlicht. Ganz berühmt zurzeit in der YouTube – Welt ist außerdem der Me Time Tag. Dort erzählen die Blogger, hier vor allem Frauen, wie sie ihre Zeit verbringen während sie sich entspannen, was sie dabei essen, trinken, lesen, schauen und so weiter.

Wo sind denn bloß die ganzen Revolutionäre hin? Wo sind die Proteste, die noch in den 60er und 80er Jahren geführt wurden? Ist uns denn alles egal geworden? Hier entsteht das Gefühl, dass wir in einer ruhigen, problemlosen, kriegsfreien und friedlicher Welt leben. Leider ist aber zwischen Israel und Palästina immer noch nicht der Frieden eingekehrt, der Kalte Krieg zwischen Russland und der USA ist immer noch zu fühlen und es gibt immer noch Menschen auf der Welt, die hungern müssen. Genau vor dieser Realität verschließen sich manche Menschen.

Zu viele eigene, private Probleme, zu viel Arbeit, da man Geld verdienen muss und alles zu teuer geworden ist und dann droht die Gefahr eines Burnouts. Wir wollen alle mal zu Ruhe kommen, sich entspannen und sich Gedanken über die unwichtigen Dinge des Lebens machen. Warum auch noch zu Hause sich anstrengen, Sorgen machen und die Welt retten wollen, wenn man den ganzen Tag das eigene Leben zu recht biegen wollte.

Eine Folge von Slow TV, in der man 3 Stunden einer Zugfahrt folgen kann

Eine Folge von Slow TV, in der man 3 Stunden einer Zugfahrt folgen kann

Damit sich die Menschen entspannen können, haben sich auch die Norweger etwas ganz Besonderes einfallen lassen. „Slow TV“ ist der neue Trend aus Skandinavien auf dem Sender NRK, der anstatt von Doku-Soaps stundenlangen Schifffahrten zeigen. Die Zuschauer erwartet in verschiedenen Abständen Sendungen zum Stricken, Feuermachen oder demnächst vielleicht sogar “Ein Tag im Leben einer Schnecke”. Alles mit einem Inhalt über den man sich keine Gedanken machen muss, sich entspannen kann und die Probleme vergessen lassen.

Doch damit gehen leider nicht alle Probleme weg, die Terroristen werden nicht weniger und der Weltfrieden nicht erreicht. Aber die Tendenz geht immer mehr zum Augen verschließen vor dem Weltgeschehen.

Links:

Slow TV: https://www.youtube.com/watch?v=eyU3bRy2x44&list=PLQX2G3HwAfY9gIU0SVrwUr1f7NOY4zdMk

Ein Beispiel für Me Time Tag: https://www.youtube.com/watch?v=alKmmEOXN30